Keine Straßenausbaubeiträge in Reppenstedt

Skurriler Antrag der FDP an den Rat: Sie fordert die Aufhebung der Straßenausbaubeitragssatzung. Als hätten die KollegInnen in den letzten Jahren alle Sitzungen geschwänzt und gar nicht mitbekommen, dass der Reppenstedter Gemeinderat eine Arbeitsgruppe dazu eingerichtet hat (in der sie mitarbeiten), die die Finanzierung klären soll: Ist im Ausgleich eine Grundsteueranhebung sinnvoll und fair? Sind die sogenannten “Wiederkehrenden Beiträge”, die seit 2017 als Alternative möglich sind, die bessere Lösung? „Keine Straßenausbaubeiträge in Reppenstedt“ weiterlesen

Mehr Bänke für Gellersen!

Bänke erhöhen die Reichweite für Menschen, die nicht mehr ganz so bei Ausdauer sind, erheblich. Sie erweitern nämlich den Spazierradius.

Notfall-Schild an Bank in Bienenbüttel

Dieses Exemplar steht an einem Feldweg bei Bienenbüttel und hat -wie alle Bänke dort- ein besonderes Detail: Eine eindeutige Standortbezeichnung für den Rettungsdienst, wenn der einmal nötig werden sollte. Das nimmt die Angst, plötzlich hilflos im Unbekannten zu stehen. Und es hilft nicht nur älteren Menschen.

Ein Einfall des Seniorenbeirats Bienenbüttel übrigens. So einen Beirat will ich für Gellersen auch. Weil wir glücklicherweise immer älter werden und weil in Gellersen immer mehr Menschen jenseits der 60 leben.

Grundsteuerreform aus Gellerser Sicht

Der Bundesfinanzminister hat heute seinen Gesetzesentwurf zur Grundsteuerreform vorgelegt. Die war nötig geworden, nachdem das Bundesverfassungsgericht vergangenes Jahr die bisherige Regelung verworfen hat.

Was die Pläne für jede und jeden einzelnen bedeuten, ist noch längst nicht klar, weil der Entwurf im weiteren Prozess noch stark verändert werden dürfte. Die politischen Akteure in Gellersen waren sich jedoch bislang einig, dass die Reform nicht zu einer Steuererhöhung führen soll. Die Gemeinden würden also mit Inkrafttreten der Reform im kommenden Jahr die Hebesätze so anpassen, das sie genau die gleiche Summe einnehmen wie bisher. „Grundsteuerreform aus Gellerser Sicht“ weiterlesen

Plakate in Arbeit

Und “in Arbeit” bedeutet bei uns Grünen noch etwas, denn wir nutzen noch echte Papierplakate, die wir in Handarbeit auf unsere Stelltafeln bringen. Das ist jedes Mal ein echtes Team-Event, denn gemeinsam macht’s einfach am meisten Spaß. Ganz lieben Dank nochmal an das gesamte Team ! Ihr seid die besten!

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese

Heute haben wir die Streuobstwiese in Reppenstedt auf Vordermann gebracht. Mitglieder des Umweltvereins (ich gehöre auch dazu) haben die Blühstreifen, die den letzten Sommer nicht überlebt hatten, neu angelegt, Stützpfähle und die gesamte Ausstattung repariert und erneuert, sowie zwei Wildbienenhäuser aufgestellt.

Die Wiese entwickelt sich unter der Pflege des Umweltvereins prächtig. Ehrenamtliche Arbeit ist so wichtig für unsere Samtgemeinde und Gemeinden, ob im Verein, in der Feuerwehr, der Politik oder der Flüchtlingshilfe. Danke an alle, die sich so für die Gemeinschaft einbringen!

Klare Kante gegen rechts

Die Ex-AfD Politiker im Rat hatten ernsthaft den Antrag gestellt, den Zuschuss für das Theater zu streichen, weil sie mit dem Stück “Viel gut essen” nicht zufrieden waren. Regisseurin Kathrin Mayr hatte erklärt, der Hauptcharakter im Stück sei “der typische AfD Wähler”.

Leider wurde der Antrag unmittelbar vor der Sitzung zurückgezogen, um ihn später in die Haushaltsberatungen erneut einzubringen. Schade. Ich hätte ihn  gern heute schon beraten. Und nicht nur ich. Das Datum wäre wohl angemessen, aber es war leider nicht als Aprilscherz gemeint.

Samtgemeindebürgermeisterkandidat der Grünen Gellersen

Oliver Glodzei heißt der Kandidat der Grünen Gellersen für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. Das bestimmte am Donnerstag die Mitgliederversammlung des Gellerser Ortsverbandes in der Heiligenthaler Wassermühle einstimmig. Olli hatte zuvor in seiner Bewerbungsrede dafür geworben, Gellersen behutsam weiterzuentwickeln, als Gemeinschaft lebens- und liebenswerter Orte mit hervorragender Infrastruktur, die es zu erhalten gelte. „Samtgemeindebürgermeisterkandidat der Grünen Gellersen“ weiterlesen

Musste das sein?

Den für gestern geplanten Obstbaumschnitt am Böhmsholzer Weg musste der Umweltverein Gellersen leider absagen. Der Bauhof der Gemeinde war uns zuvor gekommen und hatte “ganze Arbeit” geleistet.

Die Obstbäume wie Straßenbäume geschnitten. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass Mitarbeiter des Bauhofes einen “sach- und fachgerechten Rückschnitt” durchgeführt hätten. Angeblich war auch ein Gärtner dabei, der aber wohl keine Ausbildung im Obstbaumschnitt hat.

Jetzt haben die Bäume keine Krone mehr. Zwei Drittel der Äste, auch Leittriebe, wurden entfernt. Es ist kein Fruchtholz mehr vorhanden. In der Folge werden die Bäume nur noch wenige Blüten und damit auch wenig Früchte ansetzen. Da das Wurzelwerk wesentlich kräftiger ist als der Rest der Pflanze, werden die Bäume versuchen zu wachsen. Das werden sie in Form von Wassertrieben tun. Die großen Wunden sind eine Angriffsfläche für Pilze.

Die Bäume am Böhmsholzer Weg sind mehr als “Straßenbegleitgrün”: Ihre bislang reiche Ernte erfreute viele Gellerserinnen und Gellerser. Das Bewusstsein dafür ist mir in der Verwaltung gegenwärtig zu gering ausgeprägt. Das muss sich ändern!

Alles Gute zum Frauentag

Ja, ich weiß: Blumen sind kein Ersatz für gleiche Rechte, gleiche Bezahlung, gleiche Chancen und paritätische politische Vertretung. Sollen Sie auch nicht sein, nur gute Tradition in der Familie. Genauso wie die abendliche Versklavung des Papas in der Küche (einen Job, den ich sonst nur freiwillig mache).

Es ist gut, einen Tag zu haben, der an den langen Weg erinnert, den wir noch zu gehen haben und an dem Stiel-Design einen Grund mehr hat, so herrliche Buketts zu binden. Wir müssen diesen Weg aber auch an allen anderen Tagen weiter gehen, und daher setze ich mich zum Beispiel für Frauenförderung am Arbeitsplatz ein. Das bedeutet fast überall, Strukturen aufzubrechen und umzubilden, um die berüchtigte gläserne Decke zu durchbrechen. Und die Förderung am Arbeitsplatz wird kaum zünden, wenn die Rückendeckung zuhause unterbleibt.

Solange von vornherein klar ist, dass im Zweifel die Frau die Kinder und den Haushalt an der Backe hat, ist auch klar, wer den besseren oder auch nur den besser bezahlten Job aushandeln wird.

Vor der Gleichberechtigung steht das Umdenken an. Und der Abschied von manch anerzogenem und vielleicht sogar liebgewonnenem Klischee. Blumen gehören da aber aus meiner Sicht nicht dazu.

Und jetzt geh ich kochen.