Einsicht: Es sind zu viele Plakate

Ich ärgere mich: Alle reden über Plastik in den Weltmeeren, und wir überziehen unsere Orte mit Werbetafeln aus Polypropylen. Nicht nur im Wahlkampf. Auch Veranstalter und sogar die Samtgemeinde bei der Werbung für den Glasfaserausbau setzen auf die Hohlkammerplatten, die nicht verrotten und bei der Herstellung Unmengen von Energie verbrauchen.

Die Gellerser Stadtmusikanten

Dass die schiere Menge an Plakaten schlicht unschön aussieht, höre ich immer öfter, und ich sehe ein, dass meine Papierplakate auf Holztafeln zwar in der Umweltbilanz punkten, aber genauso zur Verschandelung unserer Orte beitragen.

Ohne Plakate geht es aber auch nicht. In der Kommunalpolitik haben wir kaum andere Möglichkeiten, unsere Kandidatinnen und Kandidaten bekannt zu machen, und Veranstalter und Gewerbetreibende brauchen auch eine Möglichkeit, ihre Anliegen zu transportieren. Aber wir können zumindest den Wildwuchs eindämmen.

Ich schlage vor, dass sich der Rat nach diesen Wahlen -und vor den nächsten!- auf eine neue Plakatrichtlinie verständigt. Am besten fände ich es, wenn wir in unseren Dörfern an einigen zentralen Orten hölzerne Plakatwände (siehe meine phantastische Zeichnung 🙂 aufstellten. Nicht nur für die Wahlen, sondern für alle Werbung.

Diese Wände könnten dann vor den Wahlen von den Parteien nach vorher festgelegten Regeln mit Plakaten belegt werden. Die wären dann auch vor Regen geschützt und meinetwegen sogar beleuchtet.

Fänd ich gut.

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