Verkehr und Mobilität

Der neue Nahverkehrsplan bringt ab diesem Jahr eine Reihe kleinerer Verbesserungen für Gellersen. Aber seien wir ehrlich: Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept sieht anders aus, als das, was uns der Landkreis da vorgelegt hat.

Ein Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV), der auch außerhalb der Stadt attraktive Alternative zum Auto sein soll, kann nicht zur Tagesschau seinen Dienst einstellen. Rufbusse, Bürgerbusse, Anrufsammelmobile sind reine Trostpflaster für eine seit Jahrzehnten verfehlte Verkehrspolitik.

Dass ÖPNV Geld kostet, ist nichts Neues. Dass das Geld lieber für Prestigeprojekte verballert wird, aber auch nicht. Ich bin dafür, dass wir bis 2024 (zum nächsten Nahverkehrsplan) eine kommunale Nahverkehrsgesellschaft in Hand des Landkreises gründen. Das funktioniert in vielen Regionen sehr gut und besser als der jetzige Einkauf von Dienstleistungen bei der KVG. Dafür werde ich mich in der Runde der BürgermeisterInnen (“Hauptverwaltungsbeamte” = HVBs) einsetzen.

So oder so beginnen die Verhandlungen über den nächsten Verkehrsplan bald, und dann möchte ich, dass Bürgerinnen und Bürger, sowie die Gemeinderäte rechtzeitig beteiligt werden und nicht erst in den Sommerferien kurz vor Verabschiedung wie dieses Mal.

Und dann sollte Gellersen dort einbringen:

  • Ausdehnung des Busverkehrs in den Tagesrandzeiten
  • Verlässliche, getaktete Anbindung aller sechs Dörfer
  • Querverbindungen auch nach Bardowick und Amelinghausen
  • Fahrradmitnahme

Wenn Schienenstrecken gebaut werden, ist mir wichtig, dass die nicht nur dem Güter- oder Personenfernverkehr dienen, sondern auch dem Nahverkehr nutzen bringen. Den kann ich bei einer durch Wald und Heide (und Gellersen) geprügelten Trasse allerdings nicht erkennen. Ganz im Gegenteil würden die ursprünglichen Pläne der Bahn nicht nur für die unmittelbar Betroffenen zur Katastrophe.

Die berüchtigte “Wurst” im Plan schließt “Ortsumfahrungen” nicht aus

Sie würden Lüneburgs Rolle als Fernverkehrshalt schmälern und damit unsere Anbindung an den überregionalen Verkehr. Das müssen wir verhindern.

Wenn jetzt im Rahmen der Diskussionen um die “Alpha E” genannte Variante die alten Pläne als “Orstumfahrungen” wieder aufs Tapet kommen, muss Gellersen sich im Schulterschluss mit Amelinghausen und Bardowick zur Wehr setzen.